Mi­gra­ti­on

Flucht aus Afri­ka vor Hun­ger und Krieg. Wer sind die­se ge­wis­sen­lo­sen und ein­fluss­rei­chen Ein­flüs­te­rer & Ver­füh­rer, die all die­se Men­schen aus den ar­men Län­dern Schwarz­afri­kas di­rekt oder in­di­rekt da­zu ver­lei­ten oder gar zwin­gen, ih­re Hei­mat zu ver­las­sen, al­les auf­zu­ge­ben und sich in Rich­tung Nor­den auf den Weg nach Eu­ro­pa zu ma­chen?

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Buch­kri­tik: ‘Die Ge­trie­be­nen’ von Ro­bin Alex­an­der Das vor ei­nem Mo­nat er­schie­ne­ne Buch ‘Die Ge­trie­be­nen’ von Ro­bin Alex­an­der kommt zwar in den öf­fent­li­ch-recht­li­chen Sen­de- und Er­zie­hungs­an­stal­ten so gut wie nicht vor, wird da­für aber in den der Mei­nungs­viel­falt ver­pflich­te­ten Main­stream- und al­ter­na­ti­ven Me­di­en um­so in­ten­si­ver be­spro­chen und steht in den Best­sel­ler­lis­ten von Ama­zon bis Spie­gel un­ter den top ten der best­ver­kauf­ten Bü­cher.

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Täg­li­ch kom­men 500 ir­re­gu­lä­re Mi­gran­ten nach Deutsch­land. Die Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters zi­tiert aus ei­nem Pa­pier der Bun­des­re­gie­rung für ein Tref­fen von EU-Bot­schaf­tern am zwei­ten März-Wo­chen­en­de 2017 in Brüs­sel: ‘In Deutsch­land kom­men täg­li­ch 500 ir­re­gu­lä­re Mi­gran­ten an.’ Auf das Jahr hoch­ge­rech­net wä­ren das über 180.000 Men­schen, er­rech­net Reu­ters.

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Die EU be­legt ab so­fort be­stimm­te warm­ge­walz­te Ei­sen- und Stahl­er­zeug­nis­se aus Chi­na mit Straf­zöl­len von bis zu 35,9 Pro­zent. Na­nu? Hieß es bis­lang nicht im­mer, der bö­se Trump ver­sün­di­ge sich mit dem Bau von Mau­ern ge­gen il­le­ga­le Ein­wan­de­rung aus Me­xi­ko oder mit der Ein­füh­rung oder An­dro­hung von pro­tek­tio­nis­ti­schen Maß­nah­men wie Schutz­zöl­len et­wa ge­gen Ein­fuh­ren aus Chi­na oder Me­xi­ko oder den Im­port ja­pa­ni­scher oder deut­scher Au­to­mo­bi­le an der hei­li­gen Kuh der neo­li­be­ra­len Glo­ba­li­sie­rung, den ‘4 Frei­hei­ten’ bzw. ‘4 flows’, näm­li­ch den of­fe­nen Gren­zen für Men­schen (Ar­beit, Dienst­leis­tun­gen), Wa­ren, Ka­pi­tal so­wie Recht bzw. Si­cher­heit?

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En­de der Will­kom­mens­kul­tur? Frei­heit­li­ch-kon­ser­va­ti­ver Auf­bruch: Auf­stand ge­gen Mer­kel? Der Hy­pe um SPD-Kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz lässt die Uni­on zu­neh­mend in Pa­nik ge­ra­ten. Die in­ten­dier­te oder auch nur prä­sen­tier­te ‘Re­con­quis­ta des Kon­ser­va­ti­ven’ lässt CDU-In­nen­po­li­ti­ker das En­de der Will­kom­mens­kul­tur (1) ver­kün­den, wäh­rend sich zu­gleich mit dem ‘Frei­heit­li­ch-Kon­ser­va­ti­ven Auf­bruch’ ein­mal mehr ei­ne in­ner­par­tei­li­che Op­po­si­ti­on (2, 3) ge­gen Mer­kel in All­ge­mei­nen und ih­re Flücht­lings- und Mi­gra­ti­ons­po­li­tik im Be­son­de­ren for­miert.

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Drit­te Welt zwi­schen Un­mün­dig­keit, Aus­beu­tung und Ent­wi­ckungs­hil­fe ‘Wir’ plün­dern die Län­der der Drit­ten Welt und sind da­her Schuld am Elend der Men­schen dort. Da­her müs­sen ‘wir’ Flücht­lin­ge bei uns auf­neh­men. Oder: ‘Wer Waf­fen sät, ern­tet Flücht­lin­ge.’ So wird uns er­zählt.

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An­trä­ge auf Asyl und Ent­schei­dun­gen 2016. Im Jah­re 2016 wur­den beim Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF) 722.370 Asyl-Erst­an­trä­ge ge­stellt und 695.733 Ent­schei­dun­gen über Asyl-Er­st- und Fol­ge­an­trä­ge ge­trof­fen. Das sind je­weils die höchs­ten Zah­len ge­stell­ter bzw. ent­schie­de­ner An­trä­ge seit Be­ginn der in der BAMF-Bro­schü­re ent­hal­te­nen Auf­zeich­nun­gen im Jah­re 1953. Neu­re­gis­trie­run­gen von Zu­wan­de­rern aus Nicht-EU-Län­dern gab es in 2016 et­wa 300.000.

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Ei­gent­li­ch woll­te ich dies Jahr ja Sil­ves­ter in Köln fei­ern. Denn nach al­lem, was man so hört, soll Köln in der Sil­ves­ter­nacht ja wohl der si­cher­s­te Ort in Deutsch­land sein. Wo­mög­li­ch aber auch - wer weiß - der ein­zig si­che­re Ort, denn ir­gend­wo müs­sen ja die vie­len Ein­satz­kräf­te der Po­li­zei, die in Köln Dienst tun sol­len, ab­ge­zo­gen wer­den.

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Um es mal klar zu stel­len: Ei­ne Bur­ka bzw. ein Ni­qab be­deu­tet Aus­schluss bzw. Selbst­aus­schluss von ge­sell­schaft­li­cher Teil­ha­be. Nicht um­son­st sind Re­de­wen­dun­gen wie ‘Ge­sicht zei­gen’, ‘das Ge­sicht ver­lie­ren’ oder ‘von An­ge­sicht zu An­ge­sicht’ Syn­ony­me für ei­nen Ver­trau­ens­vor­schuss und ge­gen­sei­ti­gen Re­spekt. Und oh­ne das geht es nicht in ei­ner Ge­sell­schaft, die An­spruch auf ein Mit­ein­an­der und ein fai­res Ge­ben & Neh­men er­hebt.

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Gun­n­ar Hein­sohn ist ein deut­scher So­zio­lo­ge, der sich in­ten­siv mit Fra­gen der Mi­gra­ti­on, Be­völ­ke­rungs­po­li­tik und De­mo­gra­phie be­schäf­tigt und hier­zu pro­fun­de Ana­ly­sen und For­schun­gen an­ge­stellt und rich­tungs­wei­sen­de The­sen auf­ge­stellt hat. In die­sem Bei­trag stel­le ich zwei In­ter­views mit ihm vor. Das In­ter­view in der ‘NZZ’ ist be­reits 10 Jah­re alt, das an­de­re in der ‘Zeit’  von No­vem­ber 2015. Die Er­kennt­nis­se, die er dar­in zum Aus­druck bringt, hat er in sei­nem Buch ‘Söh­ne und Welt­macht: Ter­ror im Auf­stieg und Fall der Na­tio­nen’ for­mu­liert, wel­ches erst­mals im Jah­re 2003 er­schien.

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