EU: Mi­gran­ten Marsch!

Un­be­ein­druckt von den ge­wal­ti­gen Pro­ble­men auf­grund der Flücht­lings-, Fi­nanz- und Schul­den­kri­se in Eu­ro­pa ver­schärft die EU Tem­po und Gang­art in der Mi­gra­ti­ons­po­li­tik. Die Über­le­gun­gen, in­ner­halb der kom­men­den Jahr­zehn­te 70 Mil­lio­nen Mi­gran­ten aus Nah­ost, Afri­ka und Asi­en in Eu­ro­pa an­zu­sie­deln bzw. 12 Mio Mi­gran­ten nach Deutsch­land zu ho­len, schei­nen nicht et­wa nur Plan­spie­le, son­dern mehr oder min­der kon­kre­te Plan­vor­la­gen und Hand­lungs­richt­li­ni­en zu sein. An­ge­sichts des Er­star­kens kon­ser­va­ti­ver, hei­mat­ver­bun­de­ner und pa­trio­ti­scher Kräf­te, die in Ost­eu­ro­pa und Ös­ter­reich in­zwi­schen die Re­gie­run­gen stel­len und im Wes­ten im­mer stär­ker wer­den, will man nun of­fen­bar so rasch wie mög­lich Fak­ten schaf­fen und die Men­schen vor voll­ende­te Tat­sa­chen stel­len, be­vor der Wi­der­stand ge­gen die Po­li­tik der kul­tu­rel­len Gleich­schal­tung und Des­in­te­gra­ti­on der eu­ro­päi­schen Ge­sell­schaf­ten zu stark wird.

We­der die mas­si­ven Pro­ble­me mit idR im Kern se­xu­ell mo­ti­vier­ter Ge­walt und Kri­mi­na­li­tät auf­grund des Zu­zugs vie­ler hun­dert­tau­sen­der kul­tur­frem­der, ent­wur­zel­ter und oft­mals trau­ma­ti­sier­ter jun­ger Män­ner mit zu­meist ge­rin­gen be­ruf­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen und Per­spek­ti­ven, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren aus Kriegs- oder Elends­re­gio­nen in Nah­ost, Afri­ka oder Asi­en nach Deutsch­land und Mit­tel­eu­ro­pa ström­ten, noch die da­mit ver­bun­de­nen Kos­ten und De­sta­bi­li­sie­rung der So­zi­al­sys­te­me, we­der die gras­sie­ren­de Ar­mut, Ar­beits­lo­sig­keit und Über­schul­dung in Süd­eu­ro­pa noch die ge­sell­schaft­li­che Spal­tung in den EU-Län­dern so­wie die zu­neh­men­den Span­nun­gen in­ner­halb der EU zwi­schen den un­ter­schied­li­chen po­li­ti­schen La­gern schei­nen die Brüs­se­ler Bü­ro­kra­ten und Ar­chi­tek­ten ei­nes ‘Neu­en Eu­ro­pa’ stop­pen zu kön­nen.

Ganz im Ge­gen­teil! Die De­vi­se lau­tet: Vor­ner­um die Men­schen ab­len­ken, be­schwich­ti­gen und in Si­cher­heit wie­gen, hin­ten­rum rich­tig Gas ge­ben. Wie im Rausch ar­bei­ten EU-Kom­mis­sa­re und Par­la­men­ta­ri­er an ih­ren Vi­sio­nen und Zie­len ei­ner ‘Neu­en Ge­sell­schaft’ mit ‘Neu­en Men­schen’. Brüs­sel scheint re­gel­recht be­ses­sen zu sein von der Idee ei­nes ‘Neu­en Eu­ro­pas’ mit ei­ner ‘Neu­en Be­völ­ke­rung’. Of­fen­bar ha­ben die Ver­ant­wort­li­chen nichts ge­lernt aus den Gu­lags, den KZs und den kil­ling fiel­ds die­ser Welt. “That men do not learn very much from the les­sons of histo­ry is the most im­portant of all the les­sons that histo­ry has to teach”, mein­te be­reits Al­dous Hux­ley. Und Karl Pop­per schrieb: “Der Ver­such, den Him­mel auf Er­den ein­zu­rich­ten, pro­du­ziert stets die Höl­le.”

Wie sag­te Jean-Clau­de Juncker so schön: “Wir be­schlie­ßen et­was, stel­len das dann in den Raum und war­ten ei­ni­ge Zeit ab, was pas­siert. Wenn es dann kein gro­ßes Ge­schrei gibt und kei­ne Auf­stän­de, weil die meis­ten gar nicht be­grei­fen, was da be­schlos­sen wur­de, dann ma­chen wir wei­ter – Schritt für Schritt, bis es kein Zu­rück mehr gibt.” (Jean-Clau­de Juncker in Die Brüs­se­ler Re­pu­blik, Der Spie­gel, 27. De­zem­ber 1999.)

Die neu­es­ten Vor­schlä­ge, Be­schlüs­se und Richt­li­ni­en des ‘Aus­schuss für Bür­ger­li­che Frei­hei­ten, Jus­tiz und In­ne­res des EU-Par­la­ments’ (LI­BE) se­hen u.a. Än­de­run­gen bei den Dub­lin-Re­ge­lun­gen vor, die dar­auf ab­zie­len, den un­be­grenz­ten Zu­zug von Mi­gran­ten in al­le Län­der der EU si­cher­zu­stel­len, un­ab­hän­gig da­von, ob die Men­schen oder auch Re­gie­run­gen in den je­wei­li­gen EU-Mit­glieds­staa­ten das wol­len oder nicht. Wer sich dem Dik­tat der EU wi­der­setzt, bei dem sol­len die fi­nan­zi­el­len Dau­men­schrau­ben an­ge­setzt und EU-För­der­gel­der ge­stri­chen wer­den. ‘Jour­na­lis­ten­watch’ schreibt da­zu:

EU plant die „Über­flu­tung“ Eu­ro­pas!

Links:
– Mi­gran­ten als Ramm­bock (In­ter­na­tio­na­le Frie­dens­po­li­tik)
– Schwarz­buch Glo­ba­li­sie­rung (Zwie­denk)
– Brau­chen 70 Mio Mi­gran­ten… (SZ) (Er­satz 1) (Er­satz 2)
– 12 Mio Mi­gran­ten nach Deutsch­land (Link s.o.) (Er­satz­link)
Der Spie­gel be­zwei­felt die Re­le­vanz der Plä­ne. Nicht aber de­ren Exis­tenz. Muss je­der selbst be­ur­tei­len, was er da­von hält: Von den Pla­nun­gen eben­so wie von der Re­la­ti­vie­rung des Spie­gels:
– Kein Ge­heim­plan für Mas­sen­ein­wan­de­rung (SPON)

Ethi­scher Rea­lis­mus und Mi­gra­ti­on

Ti­tel­bild:
Mi­gran­ten un­ter­wegs von Kroa­ti­en nach Un­garn (screen­shot aus Vi­deo 2)

1 Kommentar

  1. Kater Karlo30. Oktober 2017 um 12:50

    Der Witz da­bei ist, dass die EU, selbst wenn sie in den kom­men­den 20 oder mei­net­we­gen auch 50 Jah­ren 70 Mio Men­schen aus Afri­ka oder Asi­en auf­nimmt, prak­tisch den­noch nichts ge­gen Krieg, Ar­mut und Hun­ger oder für ei­ne bes­se­re Welt be­wirkt: 80 Mio Men­schen wer­den in ei­nem ein­zi­gen Jahr neu in Ar­mut und Elend hin­ein­ge­bo­ren!

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