Für ein Eu­ro­pa der be­freun­de­ten Va­ter­län­der: Pro Wirt­schafts­uni­on, con­tra Zen­tra­lis­mus, Trans­fer- und Haf­tungs­uni­on

Zentralbild 1.4.1957 Verträge über Zollpakt und Eurotom unterzeichnet Die Verträge über den kleineuropäischen Zollpakt und über die westeuropäische Atomenergie-Gemeinschaft (Eurotom) wurden am 25.3.1957 in Rom von Regierungsvertretern der sechs Mitgliedsstaaten der Montan-Union unterzeichnet. UBz.: (v.l.n.r.) Bundeskanzler Adenauer, der für die Bonner Regierung unterschrieb, Staatssekretär Hallstein und der italienische Ministerpräsident Segni.

EU- Wahl­kampf- Ver­an­stal­tung der AfD mit Dr. Gott­fried Cu­rio.

[Gast­bei­trag] “Nach­dem ich ges­tern erst ei­ne hal­be Stun­de vor Mit­ter­nacht wie­der zu Hau­se war, schil­de­re ich euch jetzt mei­ne Ein­drü­cke von der gest­ri­gen Ver­an­stal­tung in Ei­chen­ried bei Er­ding (Bay­ern) mit Dr. Alex­an­der Gau­land, Kat­rin Eb­ner-Stei­ner, Bern­hard Zim­ni­ok und Dr. Gott­fried Cu­rio. In die­ser Rei­hen­fol­ge spra­chen sie auch vor dem mehr als über­füll­ten Saal. Da ich selbst ein gro­ßer Fan der bril­lan­ten Re­den von Dr. Cu­rio bin, wer­de ich mich hier auch haupt­säch­lich auf sei­ne Re­de kon­zen­trie­ren, die mei­nes Er­ach­tens auch mit Ab­stand die bes­te des gest­ri­gen Abends war.

Gau­land sprach in sei­ner ge­wohnt se­riö­sen und ru­hi­gen Art un­ter an­de­rem über die Be­deu­tung der EU-Wahl, bei der es da­von ab­hängt, die Zu­sam­men­set­zung der Par­tei­en­blö­cke dort zu ver­än­dern und die Ge­wich­tung zu ver­la­gern, um die Aus­rich­tung des EU-Par­la­ments wir­kungs­voll be­ein­flus­sen zu kön­nen. Wenn wir nicht von ideo­lo­gi­schen Uto­pi­en ge­lei­tet wer­den wol­len, in de­ren Hin­ter­grund es doch nur dar­um geht, den Zen­tra­lis­mus in Brüs­sel zu stär­ken und die Na­tio­nen zu ent­mün­di­gen, dann ist die­se Wahl die ein­zi­ge Mög­lich­keit, dem ent­ge­gen­zu­tre­ten. Gau­land wirkt auf mich wie der Va­ter der AfD, der sich stets dar­um küm­mert, die zan­ken­den Kin­der zur Ord­nung zu ru­fen und die Fa­mi­lie zu­sam­men­zu­hal­ten – ei­ne Rol­le, die er mei­nes Er­ach­tens sehr gut er­füllt.

Kat­rin Eb­ner-Stei­ner, Land­tags­ab­ge­ord­ne­te und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der AfD in Bay­ern, hielt ei­ne kur­ze Re­de über das tra­di­ti­ons­be­wuss­te Bay­ern, des­sen Kul­tur und Iden­ti­tät es zu be­wah­ren gilt. Söder ist je­doch ge­ra­de im Be­griff, die Iden­ti­tät Bay­erns zu ver­wäs­sern. Die AfD in Bay­ern steht im Land­tag da­für ein, dass Bay­ern auch die Hei­mat der Bay­ern bleibt.

Bern­hard Zim­ni­ok, Kan­di­dat für die EU-Wahl auf Lis­ten­platz 5, stell­te sich selbst vor mit sei­nen Er­fah­run­gen als Oberst­leut­nant in der Bun­des­wehr und spä­ter als Di­plo­mat in Da­mas­kus und Is­la­ma­bad. Er weiß, was mit dem Is­lam auf uns zu­kommt.

Deut­sche sol­len ar­bei­ten, da­mit an­de­re frü­her und bes­ser in Ren­te ge­hen kön­nen. Und Mer­kel findet’s gut.

Und dann kam Cu­rio. Er wirkt auf den ers­ten Blick zu­rück­hal­tend, so­gar et­was schüch­tern. Doch das än­dert sich, so­bald er am Mi­kro­fon steht. Er ist kein lau­ter Mensch, der mit sei­ner Per­sön­lich­keit punk­ten will und tut dies den­noch un­be­wusst. Sei­ne Kraft liegt in sei­ner In­tel­li­genz.

Der Schwer­punkt sei­ner Re­de be­zieht sich auf den Um­bau und den Wan­del in der EU, den Ma­cron und Mer­kel hin­ter ver­schlos­se­nen Tü­ren voll­zie­hen. Nach au­ßen tritt Ma­cron als der „Ret­ter der EU“ auf, und doch will er nur Frank­reich ret­ten. Denn Frank­reich ist plei­te. Ma­cron streckt an­geb­lich Eu­ro­pa sei­ne Hand ent­ge­gen, da­bei hält er sie nur auf. Sein an­ge­streb­tes Eu­ro­zo­nen­bud­get ist nichts wei­ter als ein Dau­er­sub­ven­tio­nie­rungs­bud­get. Und Mer­kel stimmt na­tür­lich zu. Ma­cron will die Fi­nan­zen der EU in Brüs­sel zen­tra­li­sie­ren, da­mit er den Fran­zo­sen wei­ter ih­re ho­hen So­zi­al­stan­dards mit hö­he­ren Ren­ten und frü­he­rem Ein­tritts­al­ter er­mög­li­chen kann. Denn die Gelb­wes­ten ma­chen ihm des­halb die Höl­le heiß. Wir Deut­sche sol­len ar­bei­ten, da­mit die an­de­ren frü­her und bes­ser in Ren­te ge­hen kön­nen. Und Mer­kel findet’s gut.

Neue EU-Schleu­ser­idee: Es soll welt­weit die Mög­lich­keit ge­schaf­fen wer­den, dass EU-Bot­schaf­ten vor Ort Vi­sa ver­tei­len, die es je­dem er­mög­li­chen, in die EU (Deutsch­land) zu rei­sen, um dort Asyl zu „be­haup­ten“ (nicht um sich dort zu be­wer­ben). Der Mi­gra­tions­pakt lässt grü­ßen. Da­her brau­chen wir jetzt ei­ne Ver­ab­schie­dungs­kul­tur.

Die AfD sieht die EU als ei­ne eu­ro­päi­sche Wirt­schafts­ko­ope­ra­ti­on an, die je­doch nichts mit Fremd­staa­ten­fi­nan­zie­rung zu tun hat. Al­le EU-Län­der ver­tre­ten ih­re ei­ge­nen In­ter­es­sen. Von Deutsch­land je­doch wird ver­langt, auf die ei­ge­nen In­ter­es­sen zu ver­zich­ten. Die AfD ist der Mei­nung, dass je­des Land das Recht und auch die Pflicht hat, für sei­ne ei­ge­nen Bür­ger Na­ti­on und Iden­ti­tät zu er­hal­ten.

Um die Ent­mach­tung und das fi­nan­zi­el­le Aus­sau­gen Deutsch­lands durch die EU zu be­en­den, ist es so wich­tig, dass sich je­der an die­ser Wahl be­tei­ligt, dem sei­ne Hei­mat und die Zu­kunft sei­ner Kin­der et­was be­deu­ten. Al­so bit­te wählt! Wählt! … (Mit ste­hen­den Ova­tio­nen ging die Ver­an­stal­tung zu En­de.)

Gott­fried Cu­rio (AfD) in Ei­chen­ried | Moo­sin­ning am 29.04.2019 – Teil 1

PS: Ich hat­te das “Glück” ne­ben ei­nem “Pres­se­frit­zen” zu sit­zen, der spät kam, nie­man­den am Tisch grüß­te (wir sa­ßen qua­si auf Tuch­füh­lung eng bei­ein­an­der), sich No­ti­zen mach­te, sein Jä­ger­schnit­zel ver­tilg­te und auf ein “Gu­ten Ap­pe­tit!” nur nick­te, oh­ne hoch­zu­bli­cken, und der noch wäh­rend der Re­de Cu­ri­os auf­stand und ging, oh­ne sich zu ver­ab­schie­den oder auch nur ei­nen Ein­zi­gen an­zu­se­hen. Was dann heu­te in der Zei­tung steht, kann ich mir leb­haft aus­ma­len …”

Bo­nus: AfD vs. Grü­ne zur Zu­kunft Eu­ro­pas

Be­richt aus Ber­lin: Streit­ge­spräch zwi­schen Ska Kel­ler (Grü­ne) und Ma­xi­mi­li­an Krah (AfD) über die Per­spek­ti­ven der EU (ARD, 28.04.2019)

Au­tor: Jo­han­na [Gast­bei­trag]

Ti­tel­bild:Bun­des­ar­chiv, Bild 183–45653-0001 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wi­ki­me­dia Com­mons

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