Je­sus für al­le

Wer, wenn nicht ‘wir’?

In­stru­men­ta­li­sie­rung, Miss­brauch oder Über­be­an­spru­chung von Asyl­recht, die Trans­for­ma­ti­on von Aus­nah­me­recht zu Re­gel-, All­tags- und Ge­wohn­heits­recht führt am En­de da­zu, dass man ir­gend­wann vor der Al­ter­na­ti­ve steht, ent­we­der das Asyl­recht oder sich selbst ab­zu­schaf­fen.

Der ‘Nord­schles­wi­ger’ ver­mel­det auf sei­ner Web­site: ‘Dä­ne­mark schafft die In­te­gra­ti­on ab’. Flücht­lin­ge sol­len künf­tig kein Blei­be­recht mehr in Dä­ne­mark ha­ben. – An­de­re Eu­ro­pä­er wie et­wa die Dä­nen ha­ben of­fen­bar ei­nen über­wie­gend po­si­ti­ven Be­zug zu sich, ih­rem Land und ih­ren Leu­ten und wol­len all das ger­ne er­hal­ten, wäh­rend die Deut­schen ei­nen ne­ga­ti­ven Be­zug zu sich, ih­rem Land und ih­ren Leu­ten ha­ben und es kaum er­war­ten kön­nen, bis all das, was ist und was war, im Or­kus der Ge­schich­te ver­schwun­den und ver­ges­sen ist. Am bes­ten, es wä­re nie da­ge­we­sen.

Da­her hat Dä­ne­mark auch ei­ne gu­te Chan­ce, sei­ne Ge­sell­schaft und den So­zi­al­staat noch ei­ne Wei­le zu er­hal­ten, wäh­rend in Deutsch­land die Chan­cen schlecht ste­hen. Oder das Land kippt wie­der mal von ei­nem Ex­trem ins an­de­re. Ent­we­der wir küm­mern uns nur um uns oder nur um an­de­re. Hal­be Sa­chen sind nicht un­ser Ding!

Das glei­che kann man üb­ri­gens auch in der Kli­ma- und Die­sel­de­bat­te be­ob­ach­ten. Wäh­rend sich im Rest der Welt au­ßer ein paar Ex­per­ten kei­ne Sau drum küm­mert (was man ja nicht gut fin­den muss), gras­siert in Deutsch­land eben­so wie beim Asyl- und Mi­gra­ti­ons­the­ma wie­der ein­mal das Fi­ber, die bes­ten sein und den Lauf der Welt ganz al­lei­ne do­mi­nie­ren zu wol­len.

Das wä­re dann das 3. Mal in den ver­gan­ge­nen 100+ Jah­ren, dass kom­plett ver­peil­te deut­sche Eli­ten min­des­tens mal das ei­ge­ne Land zu­grun­de rich­ten und da­zu min­des­tens mal Eu­ro­pa in höchs­te Ge­fahr brin­gen.

Wenn man will, kann man so­gar ei­ne Stei­ge­rung er­ken­nen: Das ers­te Mal woll­ten wir ein­fach nur die Bes­ten sein oder we­nigs­tens zu ih­nen ge­hö­ren, das zwei­te Mal schon qua­si die Ein­zi­gen oder je­den­falls ein­zig Wah­ren und jetzt wol­len wir so­gar gen Him­mel auf­stei­gen und un­sterb­lich wer­den. So ei­ne Art Je­sus Christ Su­per­star als Mas­sen­phä­no­men oder ‘wir sind Je­sus’, ein ‘Per­so­nal Je­sus’ für uns und zu­gleich ‘ei­ner für al­le’! Wir ge­ben un­ser ei­gen Leib, Land & Le­ben, auf dass die Welt er­löst wer­de. Ver­mut­lich vor al­lem von ‘uns’! Ir­gend­wann muss es doch mal klap­pen!

Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Wer, wenn nicht wir?

Links:
Dä­ne­mark schafft die In­te­gra­ti­on ab (Der Nord­schles­wi­ger)
Wir müs­sen nicht al­le in­te­grie­ren (Bo­ris Pal­mer u.a., FAZ)
Auf­hö­ren. Neu­wah­len. Jetzt. (Wi­Wo)
Das Ver­schwin­den al­ler Po­li­tik (Za­ro­News)

Ti­tel­bild: By Jans­roos [CC BY-SA 3.0 ], from Wi­ki­me­dia Com­mons

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