Kli­ma­schutz: Kin­der an die Macht?

Vi­va la Re­vo­lu­ci­on!

[Gast­bei­trag von Lutz Thüm­mel] 

Ei­ne Be­kann­te (Kol­le­gin aus Ber­lin) hat­te heu­te beim Früh­stück ei­ne Fa­mi­li­en­dis­kus­si­on mit ih­ren bei­den Kin­dern. Die wa­ren ges­tern schul­schwän­zen. Für das Kli­ma.

Abends er­hielt sie von ih­ren Kin­dern auf die Fra­ge: „Wie lan­ge wollt Ihr das durch­zie­hen?” die Ant­wort: „So­lan­ge, bis Eu­re Ge­ne­ra­ti­on un­se­rer ei­ne bes­se­re Welt hin­ter­lasst. Ei­ne ge­sun­de Welt. In der wir wie­der le­ben kön­nen.” (sinn­ge­mäß)

Heu­te Mor­gen, in Ab­spra­che mit ih­rem Mann, ging sie auf den gest­ri­gen Abend ein. Sie sag­te ih­ren Kin­dern, dass sie dar­über nach­ge­dacht ha­be. Und er­kannt hat, dass sich et­was än­dern muss.

Zur Kli­ma­ver­bes­se­rung wird die Fa­mi­lie die bei­den Die­sel ver­kau­fen. Und sich nur noch ein neu­es Au­to zu­le­gen. Fort­an wer­den bei­de Kin­der nur noch mit der S- Bahn oder dem Fahr­rad zur Schu­le oder ih­ren Ak­ti­vi­tä­ten fah­ren.

Um Strah­lung zu ver­mei­den bzw. zu re­du­zie­ren, ist sie be­reit, auf Mo­bil­te­le­fo­ne zu ver­zich­ten. Es wird nur noch eins für die gan­ze Fa­mi­lie ge­ben. Oh­ne Flat­rate. Das ist gleich­zei­tig auch viel güns­ti­ger.

Das Hau­s­te­le­fon wird, auch um „ge­fähr­li­che Funk­strah­lung” zu re­du­zie­ren, wie­der ei­ne Schnur ha­ben. Je­der be­kommt eins in sein Zim­mer.

Gre­ta Thun­berg spricht im De­zem­ber 2018 vor der UN Kli­ma­schutz­kon­fe­renz

Kla­mot­ten wer­den, um die Aus­beu­tung asia­ti­scher Hilfs­ar­bei­ter oder gar Kin­der zu re­du­zie­ren und um kli­ma­schäd­li­che Trans­port­we­ge ein­zu­däm­men, nicht mehr in den ein­schlä­gi­gen Hip- Lä­den ge­kauft. Son­dern in Nach­hal­tig­keits- Stores. Da­von gibt es reich­lich in Ber­lin. Dass sie nicht im­mer mo­disch sind, wird hin­ge­nom­men.

Tief­kühl­piz­zen, Bur­ger, Fast Food, Ge­trän­ke in Plas­tik­fla­schen und ab­ge­pack­te Le­bens­mit­tel wer­den re­du­ziert bis ab­ge­schafft. In ei­nem Stu­fen­plan.

Es wird fort­an mehr ge­kocht. Die fri­schen Le­bens­mit­tel da­für wer­den auf dem Markt ge­kauft. Bio muss nicht sein. Wird aber an­ge­strebt. Preis­dif­fe­ren­zen zu den bis­he­ri­gen Le­bens­mit­teln wer­den durch ge­mein­sa­me Re­duk­ti­on der Haus­halts­kas­se bzw. der Ta­schen­geld­kon­ten aus­ge­gli­chen. Re­vo­lu­ti­on er­for­dert Op­fer.

Mei­ne Be­kann­te und Ihr Mann se­hen ein, dass sie bis­lang fast nur Feh­ler ge­macht ha­ben. Da­her le­gen sie die Ent­schei­dun­gen, das Kli­ma zu ver­bes­sern und da­mit die Er­de wie­der le­bens­wert zu ma­chen, in die Hän­de der Kin­der.

Bis Mon­tag Mor­gen möch­te sie da­her, dass die Kin­der ei­nen Maß­nah­men­plan ent­wi­ckeln. Mit des­sen Hil­fe al­les mög­lichst rasch an­ge­gan­gen wird.

Da­zu kann gern auch re­gel­mä­ßi­ges Schul­schwän­zen ge­hö­ren. Al­ler­dings wird es kei­ne Ent­schul­di­gungs­schrei­ben ge­ben. We­der von ih­rem Mann noch von ihr. Da das Teil der Re­vo­lu­ti­on ist, müs­sen das die Kin­der selbst re­geln.

Ter­min ist Mon­tag, 7.00 Uhr. Kü­che.

Bis jetzt ha­ben die Kin­der nicht viel da­zu ge­sagt.

Aber es ist ja noch Zeit.

Ti­tel­bild: Lo­rie Shaull from Wa­shing­ton, United Sta­tes [CC BY-SA 2.0], via Wi­ki­me­dia Com­mons

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1 Kommentar

  1. […] es, die in meh­re­ren Städ­ten für das KI­i­ma de­mons­trie­ren (bis zum Burn-Out?), auch den Schul­streik nach­ma­chen. Hä­mi­sche Kri­ti­ker ver­ges­sen aber leicht, dass es oh­ne Öko­be­we­gung wohl kaum ei­ne Men­ge Bio­lä­den […]

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