Par­tei­tags­ge­flüs­ter

„Freun­de, nun auch hor­ren­de Ver­lus­te in Hes­sen. Zwei­stel­li­ges Mi­nus. Vol­ker kocht vor Wut. Speit Gift und Gal­le. Ir­re, was wir von der Ba­sis hö­ren. Ob wir noch ganz dicht wä­ren und so wei­ter…

So­zis kom­plett am En­de. Flä­chen­de­ckend. Mau­se­tot. Das Gro­ko­dil auf’m Zahn­fleisch. AfD ver­drei­facht. Die grü­nen Spin­ner wach­sen. Un­heil­vol­le Ten­den­zen. Das Maß ist voll. Wir müs­sen das stop­pen, Leu­te.

Sol­len wir sie al­so so­fort ab­sä­gen oder noch ein Jahr durch­schlei­fen? Von selbst tritt die ja nicht zu­rück. Ihr macht das Amt Spaß. Ha! Ein Ir­ren­haus. Da ha­ben wir uns schön was ein­ge­brockt. Nächs­tes Jahr drei Wah­len im Os­ten. Da ist Schluss mit lus­tig. Da kommt der Erd­rutsch. AfD über­nimmt kom­plett. Bernd Hö­cke an­te por­tas. Sach­sen ist so­wie­so weg. Es geht ans Ein­ge­mach­te, Freun­de.

Gret­chen­fra­ge: Was ma­chen wir al­so auf dem Par­tei­tag An­fang De­zem­ber?

Sie hat uns or­dent­lich rein­ge­rit­ten. Klar. Aber wenn das lis­peln­de Teig­ge­sicht plötz­lich weg ist vom Bild­schirm … mein Gott … die Wir­kun­gen … hm … un­kal­ku­lier­bar. Wie er­klärt man das dem Wahl­pö­bel? Mir wird schlecht. Al­lein un­se­re lie­be Lü­gen­pres­se. Dre­hen je­den Stein um im Gar­ten. Ha, ha. Sam­melt sich ei­ni­ges an über Jahr­zehn­te. Wir ha­ben doch al­le or­dent­lich Dreck am Ste­cken, ihr Klatsch­ha­sen  …

Zwei Mög­lich­kei­ten. Noch ein Jahr durch­wurs­teln und al­les gründ­lichst ab­früh­stü­cken. Die Be­to­nung liegt auf g-r-ü-n-d-l-i-c-h-s-t, Ka­me­ra­den. Wir ver­ste­hen uns. Al­les mit­neh­men, was geht. Da­nach gibts nix mehr. Ihr könnt dann ja gern wie­der in eu­ren er­lern­ten Be­ru­fen ar­bei­ten. Ha, ha. Klei­ner Scherz am Ran­de. Muss auch mal sein. In die­sen har­ten Zei­ten. Hab‘ das mal mit dem Ta­schen­rech­ner über­schla­gen. Noch ein Jahr satt fünf­stel­lig im Mo­nat – oh­ne Ne­ben­ver­diens­te. Schö­nes Sümm­chen. Plus Dienst­wa­gen.

Hm. Viel­leicht kön­nen wir sie ja doch noch bis 2020 künst­lich be­at­men. Oder 2021. Ok, das wä­re glat­ter Wahn­sinn. Mann, wie ich die­se Frau has­se. Dann steht dem Land das Was­ser Ober­kan­te Ober­lip­pe. Dann sind wir Afri­ka. Mei­ne Frau geht jetzt schon nur noch mit Leib­wäch­ter jog­gen im Park. Wird dann eng. Gibt hier dann aber wirk­lich mal Hetz­jag­den. In echt dies­mal. Auf uns, Freun­de. Ich sag‘ nur, Pa­ra­gu­ay. Dann treibt uns der auf­ge­wach­te Volks­pö­bel durchs Dorf. Mist­ga­beln und so. Die knüp­fen uns glatt auf. Lo­go. Wür­de ich ge­nau­so ma­chen. Ha, ha. Noch pennt das Pack ja. Zum Glück. Lau­si­ge 20% Op­po­si­ti­on ist ein Witz für das, was wir ver­bro­chen ha­ben. Ich sag‘ nur Hoch­ver­rat. 80% den­noch für uns. Un­fass­bar. Ich sag‘ euch eins, Leu­te: ich wä­re auch lie­ber in der AfD. Die sind Pa­trio­ten. Sei­en wir ehr­lich. Und vor al­lem: ich hät­te mei­ne po­li­ti­sche Kar­rie­re noch vor mir.

Hen­ryk M. Bro­der (06.10.2015): Mer­kels Po­li­tik ‘… grenzt an Un­treue im Amt.’

Oder wir schi­cken sie lie­ber so­fort in die Wüs­te. Ta­bu­la ra­sa. Blu­men­strauß, stan­ding ova­tions, Eh­ren­vor­sitz, fed­dich. Not­falls Brüs­sel. Oder noch bes­ser: Haus­ar­rest. Pro­zess. Und spie­len dann die gro­ßen Re­for­ma­to­ren. Sie war schuld, bla, bla, wir woll­ten es im­mer an­ders, bla, bla. Konn­ten uns nur nicht durch­set­zen. Ha. Wir las­sen das über al­le un­se­re Ka­nä­le hoch- und run­ter lau­fen. Par­al­lel ‚Kampf ge­gen Rechts‘ mas­siv for­cie­ren. Kul­tur­schaf­fen­de an die Front. Ne Hand­voll Schau­spie­ler auf­fah­ren. Die­se käuf­li­chen Fuz­zis. Tat­ort-Kom­mis­sa­re. Ir­gend­wo paar Glatz­köp­fe aus­he­ben. Luft­ge­weh­re. Hil­fe, Um­sturz !.. .und so. Das vol­le Pro­gramm. Die Na­zi-Schie­ne. Die GEZ- Hir­nis da drau­ßen kau­fen uns das wahr­schein­lich ab. Die den­ken nur so­weit, wie ein Schwein scheißt. Eher deut­lich kür­zer. D-e-u-t-l-i-c-h-s-t kür­zer. Kann nicht in Wor­te fas­sen, wie ich die­se Mit­läu­fer ver­ach­te. Las­sen sich von uns aus­neh­men bis aufs letz­te Hemd, flu­ten bis zur Hals­krau­se, zah­len brav den täg­li­chen Blut­zoll, ge­hen nicht mehr jog­gen und … wäh­len uns im­mer noch. Ob­wohl die Op­po­si­ti­on nicht of­fi­zi­ell ver­bo­ten und im­mer noch frei wähl­bar ist. Lei­der. Kneif‘ mich mal ei­ner. Ein­fach nur ir­re, un­ser Schlaf­mi­chel. Ok, gut für uns. Se­hen wir es nüch­tern, lie­be Par­tei­freun­de.

Wir könn­ten al­so da­mit durch­kom­men. Frech­heit siegt. Neu­wahl 2019. AKK kan­di­diert. Hm, ok. Hat 1989 mit Krenz schon nicht ge­klappt. Der al­te Trick funk­tio­niert al­so nicht we­gen der auf­ge­weck­ten Ost­na­zis. Gut, al­so ir­gend­ein an­de­rer Stroh­mann. Un­be­las­tet. Frisch. Kon­ser­va­ti­ver An­strich. Wird sich fin­den. Spahn? Hm. Na ja. Egal. Gibt viel­leicht noch zwei, drei Jah­re Luft. Ich über­schlag‘ das mal.

Mann, ist das ein Stress. Der Pö­bel ahnt gar nicht, wie wir lei­den. Jah­re­lang das Rück­grat krumm ge­macht, abends auf Par­tei­ver­samm­lun­gen ge­ses­sen, als an­de­re ge­lebt ha­ben. Müh­sam an die Fleisch­töp­fe ge­robbt über Jah­re. Und dann macht das Biest plötz­lich die Gren­ze auf und die Par­ty kippt. Ab­so­lut ver­rückt. Un­ge­rech­te Welt. Plötz­lich müs­sen wir zit­tern. Wir sa­ßen doch fest im Sat­tel. Es hät­te al­les so ein­fach sein kön­nen…”

Au­tor: Ei­ne Freun­din

Link: Mer­kels Nach­fol­ger hei­ßen UN und NGO (Ach­gut)

Ak­tua­li­siert: 28.10.2018

Gra­fik: Ernst Wil­helm Straß­ber­ger [Pu­blic do­main], via Wi­ki­me­dia Com­mons

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