PKS: Ge­walt­kri­mi­na­li­tät steigt in 2016 dra­ma­tisch

#PKS2016
Po­li­zei­li­che Kri­mi­na­li­täts­sta­tis­tik PKS 2016:
Mord & Tot­schlag: + 14%, 
Ver­ge­wal­ti­gung & se­xu­el­le Nö­ti­gung: + 13% 

Nie­der­schmet­tern­de Zah­len muss­te Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re am 24. April bei der Vor­stel­lung der Po­li­zei­li­chen Kri­mi­na­li­täts­sta­tis­tik (PKS) für 2016 prä­sen­tie­ren. Wäh­rend die re­gis­trier­ten Straf­ta­ten ins­ge­samt nur ge­ring­fü­gig zu­nah­men, so ist die Ge­walt­kri­mi­na­li­tät in Deutsch­land in er­schre­cken­dem Aus­maß an­ge­stie­gen: Bei Mord & Tot­schlag gibt es ein Plus von 14%, bei Ver­ge­wal­ti­gung und se­xu­el­ler Nö­ti­gung ein Plus von 13%, bei schwe­rer Kör­per­ver­let­zung ei­nes um 10%. Da­für ist laut Sta­tis­tik bei Woh­nungs­ein­brü­chen ein Rück­gang um über 9% zu ver­zeich­nen, bei Dieb­stahl um 4,4% und bei Be­trug um 7%.

Tho­mas de Mai­ziè­re stellt die PKS 2016 vor (Aus­zug, 1:35)

Ent­wick­lung aus­ge­wähl­ter Straf­ta­ten: Mord +14%, Ver­ge­wal­ti­gung +13%

52% mehr tat­ver­däch­ti­ge Zu­wan­de­rer

Ins­be­son­de­re die dra­ma­tisch an­ge­stie­ge­ne Kri­mi­na­li­tät der Zu­wan­de­rer gibt An­lass zu Sor­ge. Erst­mal wer­den in ei­ner re­gu­lä­ren bun­des­wei­ten PKS für ein vol­les Jahr in ei­ni­gen aus­ge­wähl­ten De­likt­be­rei­chen Neu-Zwan­de­rer ge­son­dert aus­ge­wie­sen. Da­bei wer­den un­ter dem Be­griff  ‘Zu­wan­de­rer’ le­dig­lich Per­so­nen mit dem Auf­ent­halts­sta­tus ‘Asyl­be­wer­ber’, ‘Dul­dung’, ‘Kon­tin­gent­flücht­ling oder Bür­ger­kriegs­flücht­ling’ und ‘un­er­laub­ter Auf­ent­halt’ ge­fasst, nicht aber Tat­ver­däch­ti­ge mit po­si­tiv ab­ge­schlos­se­nem Asyl­ver­fah­ren, die als ‘international/​national Schutz­be­rech­tig­te und Asyl­be­rech­tig­te’ an­er­kannt sind. Die ‘An­ga­ben zu den tat­ver­däch­ti­gen Zu­wan­de­rern sind so­mit nur als ‘Teil­men­ge’ des zu be­rück­sich­ti­gen­den Per­so­nen­krei­ses zu be­wer­ten’ (PKS 2016, S. 73).

Bei ei­nem Be­völ­ke­rungs­an­teil von ma­xi­mal 1,5 % (1.2 Mio), wo­mög­lich aber so­gar we­ni­ger als 1% (s.o.) stel­len die in der PKS un­ter ‘Zu­wan­de­rer’ auf­ge­führ­ten Per­so­nen ca. 15% der Tat­ver­däch­ti­gen bei Ver­ge­wal­ti­gung und se­xu­el­ler Nö­ti­gung, eben­falls 15% bei schwe­rer Kör­per­ver­let­zung, 12% bei Mord und Tot­schlag, 14% bei Raub und so­gar 35% bei Ta­schen­dieb­stahl. Er­go be­ge­hen An­ge­hö­ri­ge die­ser Grup­pe min­des­tens 10 bis 15 mal so häu­fig schwe­re Ge­walt­ta­ten wie der Durch­schnitt der Ein­hei­mi­schen.

[Up­date: Nach Be­rech­nun­gen von Jour­na­lis­ten­watch fal­len et­wa 600.000 Zu­wan­de­rer aus der Sta­tis­tik her­aus. Bei ca. 1,5 Mio Zu­wan­de­rern zwi­schen 2014 und 2016 dürf­te al­so der in der BKA-Sta­tis­tik als ‘Zu­wan­de­rer’ be­zeich­ne­te Per­so­nen­kreis ca. 1 Mio Per­so­nen um­fas­sen und da­mit ca. 1,2% der ak­tu­el­len Be­völ­ke­rung von 82 Mio Men­schen aus­ma­chen]

An­teil der Zu­wan­de­rer an den Tat­ver­däch­ti­gen

Die Zu­wachs­ra­ten bei der Ge­walt­kri­mi­na­li­tät ent­pre­chen in et­wa den Er­war­tun­gen vie­ler Ein­wan­de­rungs­kri­ti­ker und Bür­ger­recht­ler, die seit Be­ginn der Flücht­lings­wel­le An­fang des Jah­res 2015 und ins­be­son­de­re seit der Grenz­öff­nung der Kanz­le­rin im Sep­tem­ber 2015 und dem er­satz­lo­sen Aus­set­zen des EU-Dub­lin III-Ab­kom­mens nicht mü­de wur­den, vor ei­ner der­ar­ti­gen Ent­wick­lung zu war­nen. Sie wi­der­le­gen aber auch Be­fürch­tun­gen, die Po­li­zei wür­de gar kei­ne se­riö­sen Sta­tis­ti­ken mehr füh­ren. Wo­bei die­se nach Mei­nung des Vor­sit­zen­de der Deut­schen Po­li­zei­ge­werk­schaft, Ralf Kus­te­rer, ‘an­ge­sichts wach­sen­der Dis­kre­pan­zen’ an Be­deu­tung ver­lie­re (Ti­chys).

Dar­über hin­aus geht aus der Sta­tis­tik her­vor, dass Nicht­deut­sche ins­ge­samt, die rund 10% der Be­völ­ke­rung aus­ma­chen, fast 4 x so häu­fig wie Deut­sche als Tat­ver­däch­ti­ge für Ver­ge­wal­ti­gung und se­xu­el­le Nö­ti­gung er­mit­telt wer­den.

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7 Kommentare

  1. […] der Mi­gran­ten, die Über­for­de­rung der Be­hör­den bis hin zum dra­ma­ti­schen An­stieg der Sex- und Ge­walt­kri­mi­na­li­tät und dem Ter­ror und Kon­troll­ver­lust in öf­fent­li­chen Raum, der bis heu­te an­hält: […]

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  2. […] Wenn das Asyl­recht die Si­cher­heit der Bür­ger, gar die Exis­tenz des Staa­tes po­ten­ti­ell ge­fähr­det, dann wi­der­spricht es dem […]

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  3. […] aus al­ler Welt in die So­zi­al­sys­te­me und da­mit für die ex­plo­die­ren­de Kri­mi­na­li­tät und Ge­walt im öf­fent­li­chen Raum po­li­ti­sch ver­ant­wort­li­ch ist, punk­tet im NRW- […]

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  4. […] sind männ­li­ch – kann man in der Po­li­zei­li­chen Kri­mi­na­li­täts­sta­tis­tik #PKS2016 nach­le­sen: 13% mehr Ver­ge­wal­ti­gun­gen, 14% mehr Mor­de. Die nicht ein­mal 2% der […]

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  5. […] von Ver­ant­wor­tung für Si­cher­heit, Kul­tur und Ge­sell­schaft im ei­ge­nen Land: Die Ge­walt­kri­mi­na­li­tät ex­plo­diert und So­li­da­ri­tät und so­zia­le Ver­ant­wor­tung be­fin­den sich be­reits seit […]

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