Ös­ter­reich zu­erst: Schwarz-Grün in Aus­tria

Kurz: Ös­ter­reich wie­der in den Mit­tel­punkt stel­len!

Ös­ter­reich wird künf­tig schwarz-grün – par­don: tür­kis-grün – re­giert. Die auf­grund der zer­rüt­te­ten Be­zie­hun­gen zwi­schen ÖVP und SPÖ so­wie nach der Ab­sa­ge der FPÖ [2] an ei­ne Re­gie­rungs­be­tei­li­gung prak­tisch ein­zig mög­li­che Ko­ali­ti­on muss kei­ne schlech­te Lö­sung für die Al­pen­re­pu­blik sein: Der de­si­gnier­te Kanz­ler Se­bas­ti­an Kurz (ÖVP) ist ein Pa­tri­ot, der Ös­ter­reich liebt und In­ter­es­se an Wohl und Zu­kunft des Lan­des und sei­ner Bür­ger hat und die ehr­gei­zi­gen ös­ter­rei­chi­schen Grü­nen ma­chen den Ein­druck, dass sie die ih­nen un­ver­hofft sich bie­ten­de Ge­le­gen­heit nut­zen wol­len, zu zei­gen, dass sie auch ‘was drauf ha­ben’.

Ei­gent­lich ist es ja ei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit für ei­nen de­mo­kra­tisch ver­fass­ten Rechts- und So­zi­al­staat, dass der In­ha­ber des höchs­ten Am­tes sich zu­vor­derst für das Wohl des ei­ge­nen Vol­kes und Lan­des, der ei­ge­nen Ge­mein­schaft und ih­rer Bür­ger ein­setzt. Zu­min­dest soll­te es so sein. Schließ­lich ist ein Staat nichts an­de­res als ei­ne er­wei­ter­te, in­sti­tu­tio­na­li­sier­te Fa­mi­lie, al­so ei­ne auf­ein­an­der an­ge­wie­se­ne und auf vie­ler­lei Wei­se auf Ge­deih und Ver­derb mit­ein­an­der ver­bun­de­ne Schick­sals-, So­li­dar- und Wer­te- Ge­mein­schaft.

Je­der an­stän­di­ger Volks- Ver­tre­ter küm­mert sich da­her – wie der Be­griff es schon na­he­legt – lo­gi­scher­wei­se zu­vor­derst um sein Volk, so wie sich je­der auf­rech­te Va­ter und je­de auf­rech­te Mut­ter sich zu­vor­derst um die ei­ge­ne Fa­mi­lie küm­mert. Das ist das We­sen von Fa­mi­lie, Bin­dung und Zu­ge­hö­rig­keit. “Man ist ver­ant­wort­lich für das, was man sich aus Lie­be, Be­ru­fung oder Be­stim­mung er­wählt und ver­traut ge­macht hat und für al­les, was aus die­ser Bin­dung her­vor geht.” (frei nach ei­nem Zi­tat aus “Der klei­ne Prinz”).

Für Block­war­te und Selbst­hass­pre­di­ger: Nein, die Lie­be zum Ei­ge­nen be­deu­tet oder be­dingt nicht et­wa den Hass auf das Frem­de. An­ders her­um wird ein Schuh dar­aus: Die Wert­schät­zung des Ei­ge­nen ist viel­mehr un­ver­zicht­ba­re Vor­aus­set­zung für ei­ne dif­fe­ren­zier­te Wert­schät­zung An­de­rer. In der Psy­cho­lo­gie ein al­ter Hut. Wer es be­strei­tet, ist ent­we­der ein Dumm­kopf oder ein Be­trü­ger!

Ös­ter­reich zu­erst! Se­bas­ti­an Kurz: “Es gibt ein zen­tra­les Ziel, näm­lich best­mög­lich für die Ös­ter­rei­che­rin­nen und Ös­ter­rei­cher zu ar­bei­ten und un­ser Land in den Mit­tel­punkt zu stel­len.”

Kein an­stän­di­ger Mann wird aus­wärts Par­ties schmei­ßen, wäh­rend sei­ne El­tern oder Kin­der da­heim im Elend le­ben oder wild­frem­de Män­ner bei sich da­heim ein­quar­tie­ren und ih­nen blind Frau und Töch­ter an­ver­trau­en. Doch im his­to­risch trau­ma­ti­sier­ten Deutsch­land sind Ent­frem­dung, Ent­wur­ze­lung und Zer­fall von Fa­mi­lie und Ge­mein­schaft so weit fort­ge­schrit­ten, In­stink­te kor­rum­piert und Bin­dun­gen ero­diert, dass die­se Grund­sät­ze kei­nes­wegs mehr selbst­ver­ständ­lich und auch nicht mehr un­be­dingt ge­sell­schaft­li­che und schon gar nicht po­li­ti­sche Pra­xis sind. Hier gilt in An­be­tracht von Al­ters­ar­mut, Woh­nungs­not, Nied­rig­lohn­sek­tor und ei­ner der welt­weit höchs­ten Ge­büh­ren-, Ab­ga­ben- und Steu­er­last seit Jah­ren ‘Deut­sche zu­letzt’, ob­wohl der im GG ent­hal­te­ne Amts­eid eben­so wie das Ehe- und Treue- Ge­lüb­de ei­ne ge­nau ge­gen­tei­li­ge Hal­tung vor­aus­set­zen und ver­lan­gen!

Se­bas­ti­an Kurz im­mer­hin scheint das ver­stan­den zu ha­ben und sei­ne Ver­ant­wor­tung Ernst zu neh­men. Da­her will er als ganz­heit­lich den­ken­der Po­li­ti­ker wei­ter­hin in den für das Wohl­erge­hen und die Zu­kunft sei­nes Lan­des ent­schei­den­den Po­li­tik­fel­dern den Ton an­ge­ben. Sei­ne we­sent­li­chen Zie­le sieht Kurz im Er­halt der ös­ter­rei­chi­schen kul­tu­rel­len Iden­ti­tät und dem Kampf ge­gen il­le­ga­le Mi­gra­ti­on, in der Sen­kung der Ab­ga­ben- und Steu­er­last für die Bür­ger und im Ab­bau von Bü­ro­kra­tie & Re­gu­lie­rung, um mehr un­ter­neh­me­ri­sche Frei­heit und In­no­va­ti­on zu er­mög­li­chen. In die­sen Be­rei­chen will Kurz den mit der FPÖ ein­ge­schla­ge­nen er­folg­rei­chen Kurs fort­set­zen. Der jun­ge Kanz­ler wird über­dies wis­sen, dass so­zia­le Ge­rech­tig­keit in Form ei­nes Aus­gleichs der In­ter­es­sen und im Sin­ne ei­nes fai­ren Ge­ben & Neh­men so­wie ein an­ge­mes­se­nes För­dern & For­dern Vor­aus­set­zung für das Ge­lin­gen ei­nes sol­chen Vor­ha­bens ist. Von Po­li­ti­kern die­ser Ka­te­go­rie in ver­ant­wort­li­chen Po­si­tio­nen kann man in Deutsch­land nur träu­men.

Kurz: Wol­len un­se­ren Kurs fort­set­zen: Kul­tu­rel­le Iden­ti­tät, er­folg­rei­che Wirt­schaft, Bü­ro­kra­tie­ab­bau

Kurz über Mi­gra­ti­on: Das Re­den über die Ver­tei­lung in Eu­ro­pa ist der fal­sche An­satz. Wir müs­sen drin­gend den Au­ßen­grenz­schutz ver­bes­sern und den Kampf ge­gen die Schlep­per fort­set­zen.

Beim Kli­ma­schutz kom­men die Grü­nen un­ter Füh­rung von Wer­ner Kog­ler zum Zu­ge. Al­ler­dings ist Ös­ter­reich in die­sem Be­reich schon sehr gut auf­ge­stellt: Das Land pro­du­ziert be­reits 70% sei­nes Stroms kli­ma­neu­tral, vor al­lem per Was­ser­kraft. Wei­ter­hin wol­len sich die Grü­nen für mehr Trans­pa­renz in Po­li­tik und Be­hör­den ein­set­zen. Ein eben­so löb­li­ches wie am­bi­tio­nier­tes Un­ter­fan­gen!

In den üb­ri­gen oben an­ge­führ­ten Be­rei­chen, in de­nen Kurz sei­ne Richt­li­ni­en­kom­pe­tenz zur Gel­tung bringt, müs­sen die Grü­nen hin­ge­gen fet­te Kö­ten schlu­cken. Aber wer weiß: Viel­leicht sind die im Prin­zip ja oh­ne­hin auf Be­wah­rung des Gu­ten, al­so kon­ser­va­tiv aus­ge­rich­te­ten Grü­nen in Ös­ter­reich von ei­nem an­de­ren Ka­li­ber als die tra­di­tio­nell an­ti­deut­schen Grü­nen in Deutsch­land?

Kurz: Um­welt- und Kli­ma­po­li­tik ver­stärkt auf eu­ro­päi­scher Ebe­ne be­trei­ben: Ke­ro­sin­be­steue­rung, CO2-Zöl­le auf Flei­schim­por­te (ge­gen Mer­co­sur-Ab­kom­men). In Ös­ter­reich: Bis zum Jahr 2030 Strom zu 100% aus er­neu­er­ba­rer En­er­gie (bis­lang 70%), Ver­bes­se­run­gen im Be­reich Ver­kehr  er­for­der­lich.

In Deutsch­land sind die Re­ak­tio­nen auf die Re­gie­rungs­bil­dung beim süd­öst­li­chen Nach­barn ver­hal­ten und zwie­späl­tig. So nimmt es nicht Wun­der, dass der frei­wil­li­ge Ver­zicht der FPÖ auf ei­ne Be­tei­li­gung an der Re­gie­rung von den deut­schen Me­di­en vor­sichts­hal­ber weit­ge­hend un­ter den Tep­pich ge­kehrt wird, wohl da die­ser Um­stand den ideo­lo­gi­schen Spiel­raum für ei­ne Be­wer­tung der ös­ter­rei­chi­schen Po­li­tik nur un­nö­tig ein­engen wür­de. Die deut­schen Ju­gend­ver­bän­de von Lin­ke, SPD und Grü­nen be­zeich­ne­ten Kurz, den ak­tu­el­len Ko­ali­ti­ons­part­ner der ös­ter­rei­chi­schen Grü­nen, bei sei­nem Be­such in Er­furt im Au­gust 2018 gar als „Ba­by-Hit­ler“.

Un­ge­ach­tet des­sen be­deu­tet Schwarz-Grün für die ei­nen das Ziel al­ler Wün­sche, für die an­de­ren ein Alp(en)-Traum. Die Drit­ten hät­tens ver­mut­lich lie­ber Rot-Grün und wie­der an­de­re am liebs­ten Schwarz-Blau.

Doch das ist noch lan­ge nicht al­les: Denn Schwarz-Grün ist nicht gleich Schwarz-Grün. Wäh­rend man sich in Deutsch­land un­ter Schwarz-Grün ei­ne Re­gie­rung un­ter AKK(?) & Ha­beck vor­stellt, ent­spricht die Ko­ali­ti­on, die nun in Ös­ter­reich ge­bil­det wird, eher ei­ner Re­gie­rung mit Hans-Ge­org Maaßen und Bo­ris Pal­mer an der Spit­ze. So oder so könn­te Ös­ter­reich al­so ein Mo­dell für Deutsch­land sein. Der Teu­fel steckt wie im­mer im De­tail! 😉

Links

Prä­sen­ta­ti­on des Re­gie­rungs­pro­gram­mes:

Kurz warnt vor neu­er Flücht­lings­wel­le (You­tube)
Die grö­ße­ren Krö­ten muss­ten die Grü­nen schlu­cken (DLF Kul­tur)
Wo sich die ÖVP durch­ge­setzt hat – und wo die Grü­nen (SZ)
Ös­ter­rei­chi­sche Ver­fas­sung (ver​fas​sun​gen​.at)

Ti­tel­bild
Screen­shot Vi­deo ‘Prä­sen­ta­ti­on des Re­gie­rungs­pro­gram­mes’

Hinterlassen Sie den ersten Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

zwei + neunzehn =