Zi­ta­te Mi­gra­ti­on

Teils klu­ge Wor­te, teils viel­sa­gen­de State­ments und häu­fig ha­ne­bü­che­ner Un­sinn: Po­li­ti­ker und Pro­mi­nen­te äu­ßern sich zu all­ge­mei­nen Fra­gen der Mi­gra­ti­on und zur ak­tu­el­len Flücht­lings­kri­se seit 2015 und ver­ra­ten da­bei nicht sel­ten ei­ne gan­ze Men­ge über sich, ih­re Geis­tes­hal­tung & Ge­sin­nung und ih­re Ein­stel­lung zum Bür­ger.

„Die Flücht­lings­kri­se ist die größ­te Her­aus­for­de­rung, vor der Deutsch­land je stand. Grö­ßer als die Wie­der­ver­ei­ni­gung. Da­mals tra­fen Men­schen auf­ein­an­der, die al­le Deutsch spra­chen und ei­nen ähn­li­chen kul­tu­rel­len Hin­ter­grund hat­ten. Das ist heu­te an­ders.“ (Vol­ker Bouf­fier (CDU), 19.10. 2015, Welt)

Ei­ni­ge glau­ben, der un­ga­ri­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Vik­tor Or­ban leh­ne die Mas­sen­ein­wan­de­rung kul­tur­frem­der jun­ger Män­ner des­halb ab, weil er 4 Töch­ter und ei­ne schö­ne Frau ha­be, de­ren Si­cher­heit er eben­so we­nig ge­fähr­den wol­le wie die al­ler an­de­ren Mäd­chen und Frau­en, die in Un­garn le­ben. (Fo­to: By Mi­niszte­reln­ökség (http://​www​.mi​niszte​rel​nok​.hu/) [CC BY-SA 4.0], via Wi­ki­me­dia Com­mons

„Un­ser Land wird sich än­dern, und zwar dras­tisch. Und ich freue mich drauf!“ (Kat­rin Gö­ring-Eck­art, Quel­len: Spie­gel, Wi­ki­Quo­te, reu­ters)

“Nie­man­dem wird et­was weg­ge­nom­men, weil Flücht­lin­gen ge­hol­fen wird.” (Vol­ker Kau­der, 02.03.2016,  Ta­ges­spie­gel)

“Es gibt kei­ne Ver­bin­dung, kei­ne ein­zi­ge nach­weis­ba­re Ver­bin­dung zwi­schen dem Ter­ro­ris­mus und den Flücht­lin­gen…” (Hei­ko Maas, 16.11.2015,  evan​ge​lisch​.de, RP​-on​line​.de)

“Es gibt kei­ne Ver­bin­dung, kei­ne ein­zi­ge nach­weis­ba­re Ver­bin­dung zwi­schen dem Ter­ro­ris­mus und den Flücht­lin­gen…” (Hei­ko Maas, ARD Mor­gen­ma­ga­zin, ca. 16.11.2015, Min 2:26 im Vi­deo)

„Die Mil­li­ar­den für die In­te­gra­ti­on wur­den in die­sem Land er­wirt­schaf­tet und wur­den nie­man­dem weg­ge­nom­men.“ (Hei­ko Maas bei May­b­ritt Ill­ner, Ok­to­ber 2016 [?], Ci­ce­ro, Sci­Fi)

“Wir müs­sen ak­zep­tie­ren, dass die Zahl der Straf­ta­ten bei ju­gend­li­chen Mi­gran­ten be­son­ders hoch ist” (An­ge­la Mer­kel, Welt, 18.06.2011). 
An­mer­kung: Mit ‘Ak­ze­pie­ren’ mein­te Mer­kel ver­mut­lich nicht, dass man die Straf­ta­ten selbst von ju­gend­li­chen Mi­gran­ten ak­zep­tie­ren müs­se, son­dern viel­mehr, dass man die Tat­sa­che ak­zep­tie­ren müs­se, dass die Zahl der Straf­ta­ten bei ju­gend­li­chen Mi­gran­ten be­son­ders hoch ist. Das be­deu­tet aber im Um­kehr­schluss, dass Mer­kel sich des Um­stan­des be­wusst ist, dass die Ein­wan­de­rung hun­dert­tau­sen­der ju­gend­li­cher und da­zu noch meist männ­li­cher Mi­gran­ten zu ei­ner er­heb­li­chen Stei­ge­rung der Kri­mi­na­li­tät in der Ge­sell­schaft führt. Die Fra­ge stellt sich, wie sie ih­re Mi­gra­ti­ons­po­li­tik seit 2015 mit ih­rem Amts­eid als Kanz­le­rin in Über­ein­klang brin­gen will. Die­ser Amts­eid lau­tet wie folgt: “Ich schwö­re, dass ich mei­ne Kraft dem Woh­le des deut­schen Vol­kes wid­men, sei­nen Nut­zen meh­ren, Scha­den von ihm wen­den, das Grund­ge­setz und die Ge­set­ze des Bun­des wah­ren und ver­tei­di­gen, mei­ne Pflich­ten ge­wis­sen­haft er­fül­len und Ge­rech­tig­keit ge­gen je­der­mann üben wer­de. So wahr mir Gott hel­fe.” Kann ei­ne Po­li­tik, die mehr Kri­mi­na­li­tät zur Fol­ge hat, im Sin­ne die­ses Amts­ei­des sein? Wohl kaum, fin­de ich.

„Ich muss ganz ehr­lich sa­gen: Wenn wir jetzt an­fan­gen, uns noch ent­schul­di­gen zu müs­sen da­für, dass wir in Not­si­tua­tio­nen ein freund­li­ches Ge­sicht zei­gen, dann ist das nicht mein Land.“ (An­ge­la Mer­kel, Ber­lin, n-tv, 15.09.2015)

“Un­se­re Ge­sell­schaft wird wei­ter viel­fäl­ti­ger wer­den, das wird auch an­stren­gend, mit­un­ter schmerz­haft sein. Un­ser Zu­sam­men­le­ben muss täg­lich neu aus­ge­han­delt wer­den. Es liegt an uns, ob wir dar­in den­noch eher die Chan­cen se­hen wol­len oder die Schwie­rig­kei­ten. Ei­ne Ein­wan­de­rungs­ge­sell­schaft zu sein heißt, dass sich nicht nur die Men­schen, die zu uns kom­men, in­te­grie­ren müs­sen. Al­le müs­sen sich dar­auf ein­las­sen und die Ver­än­de­run­gen an­neh­men.” (Ay­dan Özoğuz, 21.09.2015, Bun­des­re­gie­rung)

„Das Pro­blem ist kein eu­ro­päi­sches Pro­blem. Das Pro­blem ist ein deut­sches Pro­blem.“ (Vik­tor Or­ban)
Quel­len: FAZ, Spie­gel, Mer­kur

„Gibt bis­her kei­nen Men­schen in Deutsch­land, der ei­nen Eu­ro we­ni­ger be­kommt, weil Flücht­lin­ge kom­men” (Wolf­gang Schäub­le, 19.09.2016, Twit­ter)

„Das war ein Feh­ler, der uns noch lan­ge be­schäf­ti­gen wird. Ich se­he kei­ne Mög­lich­keit, den Stöp­sel wie­der auf die Fla­sche zu krie­gen.“ (Horst See­ho­fer, Spie­gel, 11.09.2015)

„Was die Flücht­lin­ge uns brin­gen, ist wert­vol­ler als Gold.“ (Mar­tin Schulz)
Quel­len: RNZ​.de, AZM​.de, Spie­gel


Sie ken­nen wei­te­re ein­schlä­gi­ge Zi­ta­te von Po­li­ti­kern oder Pro­mi­nen­ten zur Mi­gra­ti­ons­kri­se? Dann wür­den wir uns freu­en, wenn sie die Zi­ta­te mit Quel­len­an­ga­be im Kom­men­tar­be­reich hin­zu­fü­gen!

Links:
Nie­man­dem wird et­was weg­ge­nom­men – au­ßer die Si­cher­heit (Jun­ge Frei­heit)
Un­sinn von Hei­ko Maas: Öko­no­men ste­hen die Haa­re zu Ber­ge (Sci­Fi)

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